Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel in der lokalen Presse gelesen. Der Autor schrieb über einen liebestollen Pfauhahn der eine edle Nobelkarosse total demoliert hatte. Aber warum hatte der Pfau es auf das dunkelblaue Auto abgesehen, die Pfauhenne ist doch eigentlich braun?
Leicht daneben würde ich sagen. Bei uns im NUP leben mehrere Pfauhähne und die stehen alle auf dunkelblaue Autos. Insbesondere die teuren Marken mit intensiv blanken, um nicht zu sagen spiegelnden Lackierungen ziehen die in ihren Bann. Pfauen sind ohnehin für ihre Neugier bekannt. So gibt es im NUP keine Betonfläche, die als der Beton noch frisch war, nicht mit ihren Fußabdrücken verziert wurde. Ebenso werden Räumlichkeiten, wie zum Beispiel das NUP-Restaurant, spontan und zur Freude der Besucher schnell mal von innen inspiziert.
Nicht ohne Grund sind private PKW im NUP tabu. Einerseits hat der Besucher Vorrang und andererseits gibt es Pfauenhähne (besonders im Juni) die dunkelblaue Edelkarossen mögen. Aber was ist nun eigentlich der Auslöser für die Autokriminalität? Der Pfauhahn sieht seinen vermeintlichen Kontrahenten (eigentlich sein Ebenbild) wie in einem Spiegel und bläst zur Attacke. Der Angriff auf den Gegner wird mit aller Kraft geführt, er soll ja schließlich vertrieben werden. Die Palette reicht vom plötzlichen Anspringen mit krallenunterstützter Beinarbeit über Schnabelhiebe bis zum Samuraisprung über Motorhaube und Dach. Im Ergebnis bleibt ein total zerkratztes Wunderwerk der Technik zurück. Sie können mir glauben, ich spreche aus Erfahrung. Ein zerstörter BMW, ein saurer NUP-Besucher, der sein Auto illegal abgestellt hatte und ein zufriedener Pfauhahn reichen mir.
Es plauderte ... Klaus Tuscher, NUP-Geschäftsführer.